DDr. Hanjo Hamann

Zettelkasten

Eine Rundtour durch Hamburg

(Kategorie Hamburg 2008/09 | 14.10.2011, 2:52)

Hier eine Rundtour durch Hamburg, die die wichtigsten Sehenswürdigkeiten verbindet und ein gutes Gefühl von der Stadt vermittelt. Es lohnt sich auf jeden Fall, ein Tagesticket für den Nahverkehr zu erwerben - nicht nur weil Hamburg enorm groß ist, sondern weil einige ÖPNV-Linien glatt die Stadtrundfahrt ersetzen können. (Alle in der folgenden Liste genannten Verkehrsmittel sind nicht zur Abkürzung des Wegs gedacht, sondern vor allem zur Stadtrundfahrt mit Ausblick.)

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1. Spaziergang durch die Altstadt

  • ab Hamburg Hauptbahnhof (A)
  • Blick nach Norden auf die weiße Kuppel der Kunsthalle
  • durch die Mönckebergstraße (Hamburgs berüchtigste Shoppingmeile)
  • zum Rathaus (B) mit der Börse gleich dahinter
  • Richtung Jungfernstieg (C) mit Blick auf die Binnenalster (herumgehen lohnt sich für einen Blick auf die viel größere Außenalster)
  • über den Gänsemarkt (D) zum Stephansplatz (E)
  • ggf. noch ein Abstecher in "Planten un Blomen" (den einstigen Botanischen Garten zu Kaiserzeiten, der heute ein öffentlicher Park ist)

2. Busfahrt durch Altona / Sankt Pauli

  • Einstieg Stephansplatz (E): Buslinie 112 Richtung Neumühlen/Övelgönne
  • Fahrt den Innenstadtring entlang, ungefähr an der ersten Haltestelle (F) großartiger Blick nach rechts auf die gewaltigen Gerichtsgebäude
  • erster Ausstieg in Sankt Pauli (G)
  • Blick nach rechts auf das Heiligen-Geist-Feld; dort findet 3 Mal jährlich das größte Volksfest Hamburgs, der "Dom" statt - der nächste ab 4.11.2011. Am Westrand des Heiligen-Geist-Feldes stehen drei imposante Gebäude; von Süd nach Nord: eine Vermittlungsstelle der Telekom, das Millerntorstadion (Heimat des berüchtigten FC Sankt Pauli), sowie ein gewaltiger Flak-Bunker aus dem zweiten Weltkrieg
  • kleiner Spaziergang die Reeperbahn herunter, höchstens bis zum Beatles-Denkmal (H); anschließend zwei Möglichkeiten:
  • entweder gerade zurück zur Haltestelle Sankt Pauli, Wiedereinstieg in den Bus 112, Weiterfahrt vorbei am Bismarck-Denkmal
  • oder weiter über den berühmten Hans-Albers-Platz (I), vorbei an der berüchtigten Herbertstraße (J) zur Haltestelle Hafentreppe (K), dort Wiedereinstieg in die 112
  • Bus fährt vorbei am Fischmarkt (L) zum Bahnhof Altona (M), macht eine merkwürdige Schleife (drinbleiben!) und weiter geht's
  • vorbei am historischen Rathaus Altona (N) bis zur Endhaltestelle Neumühlen/Övelgönne (O)
  • hier Ausstieg

3. Spaziergang die Elbe entlang

  • linkerhand liegt nun der kleine Museumshafen Övelgönne, tief unter den Füßen donnern die Autos durch den Neuen Elbtunnel
  • ab hier führt ein Weg zum Elbstrand, der rechterhand in einen Hohlweg übergeht
  • der Hohlweg lässt sich sehr weit spazieren, führt durch eine idyllische Szenerie mit stetem Blick auf die Elbe, wo sie in Hamburg am breitesten ist
  • außer toller Aussicht auf einem verwinkelten Spazierweg kommt nicht mehr viel Spannendes, also nach gusto Umkehren, zurück nach Övelgönne

4. Fahrt mit der Elbfähre

  • in Övelgönne ist hinter dem Museumshafen ein Fähranleger, dort zwei Möglichkeiten:
  • entweder Fähre 62 Richtung Finkenwerder (stadtauswärts), dort dreht sie ohnehin um und fährt über Övelgönne zurück Richtung Innenstadt. Umweg (= Fußerholungszeit) etwa eine halbe Stunde
  • oder gleich Fähre 62 Richtung Sandtorhöft
  • Ausstieg 18 Minuten später an den Landungsbrücken
5. Alter Elbtunnel und Speicherstadt
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  • eines der interessantesten technischen Denkmale Hamburgs, der Alte Elbtunnel (B), unterquert bei den Landungsbrücken (A) die Elbe; abwärts per Treppe oder Aufzug
  • auf der anderen Seite ist der Freihafen, zu Fuß kaum sinnvoll zu erkunden
  • aber der Blick quer über die Elbe lohnt sich: Michel (das Hamburger Wahrzeichen) und Hafenszenerie
  • anschließend Rückkehr auf dem selben Weg
  • von den Landungsbrücken (A) entweder zu Fuß (erhöhter Panoramaboulevard) oder mit der U3 bis Baumwall (C)
  • von dort Erkundung der Speicherstadt mit der noch immer in Bau befindlichen Elbphilharmonie (D) sowie den vollständig neu gebauten Wohn- und Geschäftsanlagen der HafenCity (von D westwärts)
  • möglicher Abstecher zum Miniaturwunderland (E), dann zurück zum Baumwall (C)
  • Einstieg in die Ringbahn U3 Richtung Barmbek (westwärts)

6. Abstecher in die Sternschanze (optional)
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  • ggf. Ausstieg an der Sternschanze (A) zu einem kurzen Abstecher in das wichtigste Kneipenviertel Hamburgs (vergleichbar der Dresdner Neustadt)
  • Blick aus nächster Nähe auf den Hamburger Fernsehturm (Heinrich-Hertz-Turm) etwas südwestlich von A
  • durch die Susannenstraße (B), eine der berühmtesten Kneipengassen Hamburgs
  • zur Roten Flora (C), einer mehrfach abgebrannten Ruine, die nach Räumung der Hafenstraße eines der letzten besetzten Gebäude Hamburgs ist; anschließend
  • entweder durch das Schulterblatt (D) zur Haltestelle Feldstraße (E)
  • oder zurück zur Haltestelle Sternschanze (A)
  • jeweils Wiedereinstieg in die U3
7. Fahrt mit der Hamburger Hochbahn
  • entgegen ihrem Namen ist die U3 auf weiten Teilen keine U-Bahn, sondern eine Hochbahn mit gutem Ausblick
  • nach der Sternschanze kommt die Haltestelle Schlump, gleich danach taucht die U3 aus dem Untergrund auf und fährt überirdisch weiter
  • durch einige der edelsten Villenviertel Hamburgs (Harvestehude / Hoheluft)
  • vorbei am großen Hamburger Stadtpark mit dem Planetarium (Ausstieg Borgstraße möglich) nach Barmbek
  • dort möglicherweise Umstieg erforderlich, weiter Richtung Hauptbahnhof
  • Ausstieg U-Bahn-Haltestelle Hauptbahnhof Süd

Rundtour beendet.

Für die schnelle und günstige Verpflegung unterwegs (wenn nicht mitgebracht) empfehlen sich der Gänsemarkt (u.a. Subway), der berüchtigte Penny auf der Reeperbahn, die unmittelbare Umgebung des Bahnhofs Altona (McD, Döner, etc.), die Fischbude direkt am Fähranleger Övelgönne und das gesamte Gebiet um die Sternschanze (alles mögliche, Multikulti).

Zuletzt noch einige Sehenswürdigkeiten, die sich unbedingt lohnen, aber an einem Tag unmöglich auch noch zu schaffen sind:

  • Parkanlagen westlich entlang der Außenalster
  • Friedhof Ohlsdorf, der größte Zivilfriedhof der Welt mit drei eigenen Buslinien
  • Stadtteil Eimsbüttel (rund um die Hst. Osterstraße) mit Tierpark Hagenbeck
  • Busfahrt durch die City-Nord (ab Haltestelle Sengelmannstraße)