Hanjo Hamann / Fachtexte

Publikationen

Die folgende Auswahl von 31 zur Veröffentlichung angenommenen Fachtexten ist von neu nach alt sortiert.
87 % dieser Texte sind Open Access: 17  % Gold (im Internet frei verfügbar), 70  % Grün (unten frei zugänglich).

Aktuelle Veröffentlichungen

Marken- und Wettbewerbsrecht als Vorbilder für die Vertragsauslegung? Demoskopische Befragungsmethoden und ihre ungewisse Zukunft, S. 135–153 in: Christandl/Laimer/Nemeth/Skarics/Tamerl/Trenker/Voithofer/Walch (Hrsg.), Intra- und Interdisziplinarität im Zivilrecht. Jahrbuch junger Zivilrechtswissenschaftler, Verlag Nomos, Baden-Baden 2018

Diskussionsbericht zum Referat von Katja Langenbucher. [Digitales Finanzwesen: Vom Bargeld zur Blockchain], AcP 218 (2018), S. 428–435

Justizforschung und Digitalisierung. Neue Wege zur Erschließung der Personalgeschichte des Bundesgerichtshofs im Internet, JurPC 30 (2018), Nr. 57, S. 1–87, gemeinsam mit Marisa Nest

Evidence-Based Jurisprudence meets Legal Linguistics. Unlikely Blends Made in Germany, BYU L. Rev. 43 (2018), S. 1473–1501, gemeinsam mit Friedemann Vogel

[Normativität und Gerechtigkeit als emergente Sprachphänomene]. Rezension zu Claudia Woldt, Normativität als linguistische Schnittstelle, ARSP 104 (2018), S. 136–141

Qualifikationsschriften

Behavioral Second-Order Strategies. Exploiting Market Myopia and Agent Delegation in Economic Decision-Making, Verlag SciPress, Raspberry 2016, ISBN 978-3-00-051495-1 (112 S.)

Evidenzbasierte Jurisprudenz. Methoden empirischer Forschung und ihr Erkenntniswert für das Recht am Beispiel des Gesellschaftsrechts, Verlag Mohr Siebeck, Tübingen 2014, ISBN 978-3-16-153322-8 (414 S.)

Die Behandlung des cash pooling vor und nach dem MoMiG. Alte und neue Probleme bei der Anfechtung aufsteigender Darlehen nach § 135 InsO, Verlag Igel RWS, Hamburg 2008, ISBN 978-3-95485-161-4 (44 S.)

Verträge: Bürgerliches Recht (Auswahl)

Die empirische Herangehensweise im Zivilrecht. Lebensnähe und Methodenehrlichkeit für die juristische Analytik?, AcP 217 (2017), S. 311–336, gemeinsam mit Leonard Hoeft

Forderungserlass und Insolvenzplan. Zur Entmystifizierung „der Naturalobligation“ durch systematische und funktional-teleologische Auslegung, ZIP 35 (2015), S. 308–316, gemeinsam mit Kai Dellit

Biometrie und Autonomie. Verhaltensökonomische Perspektiven auf das europäische Datenschutzrecht, KJ 46 (2013), S. 184–197, gemeinsam mit Yoan Hermstrüwer

Unternehmen: Gesellschaftsrecht (Auswahl)

Unpacking the Board. A Comparative and Empirical Perspective on Groups in Corporate Decision-Making, BBLJ 11 (2014), S. 1–54

Reflektierte Optimierung oder bloße Intuition? Ein verhaltenswissenschaftlicher Beitrag zur Auslegung von § 93 I 2 AktG, ZGR 41 (2012), S. 817–834

Herabsetzung von Vorstandsvergütungen in der Krise. Zu einem zeitgemäßen Verständnis von § 87 Abs. 2 AktG unter Berücksichtigung von Arbeitnehmerbelangen, ZGR 38 (2009), S. 847–871, gemeinsam mit Georg A. Wittuhn

„Pacta sunt servanda“, das ist ein fester und notwendiger Grundsatz jeder entwickelten Rechtsordnung. Die ungeheuren Schwankungen und Zusammenbrüche in der Weltwirtschaft, insbesondere aber des deutschen Wirtschaftslebens haben das Problem wieder in den Brennpunkt der Erörterungen gerückt, ob an diesem Grundsatz auch dann festzuhalten ist, wenn in den Umständen, unter denen sich ein Schuldner zur Leistung verpflichtet hat, eine Änderung eingetreten ist.
Diese Worte stammen nicht von uns. Sie sind abgeschrieben. Nicht aber, wie man vielleicht vermuten mag, aus einer der juristischen Gazetten dieser Tage, sondern aus einer über 75 Jahre alten Doktorarbeit. Ihr Thema – „Vertragstreue“ – ist heute so aktuell wie damals, und zwar aus dem selben Grund. Dabei hat die Wirtschaftskrise einer bestimmten Art von Verträgen erneut Aufmerksamkeit über die wissenschaftliche Diskussion hinaus verschafft: Anstellungsverträgen von Vorstandsmitgliedern. Die Organvergütung in deutschen Unternehmen war schon seit Beginn der corporate-governance-Debatte ein gesellschaftliches Reizthema. In der aktuellen Wirtschaftskrise griff der Gesetzgeber erstmals direkt in die unternehmerische Gehaltspolitik ein, indem er Unternehmen des Finanzsektors, die sich um eine Förderung durch den Finanzmarktstabilisierungsfonds (SoFFin) bewerben, konkrete Höchstzahlen für die angemessene Entlohnung ihrer Vorstandsmitglieder vorgab: „Bei Organmitgliedern und Geschäftsleitern gilt eine monetäre Vergütung, die 500 000 Euro pro Jahr übersteigt, grundsätzlich als unangemessen.“, so § 5 Abs. 2 Nr. 4 lit. a S. 6 der Verordnung zur Durchführung des Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetzes. In den Fällen einer höheren – mithin unangemessenen – Vergütung gibt der nachfolgende Satz den Aspiranten eine „Herabsetzung der Organvergütung im Rahmen der zivilrechtlichen Möglichkeiten unter Einbeziehung des § 87 Abs. 2 des Aktiengesetzes“ auf.
Eben dieser § 87 Abs. 2 AktG – der natürlich auch außerhalb des Finanzsektors gilt und nicht einmal auf das Aktienrecht beschränkt, sondern analog bzw. nach seinem Rechtsgedanken auch auf die GmbH anwendbar ist – ist nun Gegenstand einer gesetzlichen Reform geworden. Der Aufsatz zeigt, dass bei sachgerechter Auslegung des § 87 Abs. 2 AktG schon zuvor weitgehend der Rechtszustand erreicht war, den die Gesetzesänderung nur deklaratorisch nachvollzogen hat und wendet sich damit gegen die bisher vorherrschende Auffassung zu § 87 AktG im Schrifttum und in der Judikatur. Zudem entwickelt der Aufsatz praktische Leitlinien für die Feststellung eines Herabsetzungsfalls i.S.v. § 87 Abs. 2 AktG.

Digitalisierung: Geistiges Eigentum (Auswahl)

Marken- und Wettbewerbsrecht als Vorbilder für die Vertragsauslegung? Demoskopische Befragungsmethoden und ihre ungewisse Zukunft, S. 135–153 in: Christandl/Laimer/Nemeth/Skarics/Tamerl/Trenker/Voithofer/Walch (Hrsg.), Intra- und Interdisziplinarität im Zivilrecht. Jahrbuch junger Zivilrechtswissenschaftler, Verlag Nomos, Baden-Baden 2018

Open Access in der Rechtswissenschaft. Tagung an der Universität Bern am 27. Mai 2016, GRUR 118 (2016), S. 1140–1142

Mauerfall in den Wissenschaften. Tagung “OpenCon 2015 – Empowering the Next Generation to Advance Open Access, Open Education and Open Data” vom 14. bis 16. November 2015 in Brüssel, RW 7 (2016), S. 318–326

Gesetze: Legistik & Rechtstheorie (Auswahl)

Das Buch der Bücher, im Original mit Untertiteln. Rechtstatsachen und Reflexionen zur Gliederung deutscher Gesetze, ZG 30 (2015), S. 381–395

Redaktionsversehen. Ein Beitrag zur Legislativfehlerlehre und zur Rechtsförmlichkeit, AöR 139 (2014), S. 446–475

Die Straße zur Freiheit? – oder: Kritische Bemerkungen zur Neubekanntmachung von Gesetzen, DÖV 62 (2009), S. 1121–1130, gemeinsam mit Christoph Schwalb

Fachsprache: Rechtslinguistik (Auswahl)

Computer-Assisted Legal Linguistics. Corpus Analysis as a New Tool for Legal Studies, Law & Soc. Inq. 42 (2017), S. 1–24, gemeinsam mit Friedemann Vogel / Isabelle Gauer

Die kritische Masse. Aspekte einer quantitativ orientierten Hermeneutik am Beispiel der computergestützten Rechtslinguistik, S. 81–95 in: Schweiker/Hass/Novokhatko/Halbleib (Hrsg.), Messen und Verstehen in der Wissenschaft. Interdisziplinäre Ansätze, Verlag J.B. Metzler (Springer Fachmedien), Wiesbaden 2017, gemeinsam mit Friedemann Vogel

Der „Sprachgebrauch“ im Waffenarsenal der Jurisprudenz. Die Rechtspraxis im Spiegel der quantitativ-empirischen Sprachforschung, S. 184–204 in: Vogel (Hrsg.), Zugänge zur Rechtssemantik. Interdisziplinäre Ansätze im Zeitalter neuer Medien, Verlag de Gruyter, Berlin 2015

Empirie: Rechtstatsachenforschung (Auswahl)

The Hog Cycle of Law Professors. An Econometric Time Series Analysis of the Entry-level Job Market in Legal Academia, PLoS ONE 11 (2016), Nr. e0159815 & e0168041, S. 1–22, gemeinsam mit Christoph Engel

Cui Bono, Benefit Corporation? An Experiment Inspired by Social Enterprise Legislation in Germany and the US, RLE 11 (2015), S. 79–110, gemeinsam mit Sven Fischer / Sebastian J. Goerg

Die Fußnote, das unbekannte Wesen. Potential und Grenzen juristischer Zitationsanalyse, RW 5 (2014), S. 501–534

Rechtspolitik: Miszellen & Glossen (Auswahl)

70 Jahre Marginalien des deutschen Staatsrechts. Nachschau auf ein vergessenes Kapitel der Nachkriegspublizistik, AöR 143 (2018), im Erscheinen

Zeitgeistreiches. Scherz und Ernst in der Juristenzeitung: Glossen aus sechzig Jahren, Verlag Mohr Siebeck, Tübingen 2015, ISBN 978-3-16-154251-0 (207 S.), gemeinsam mit Martin Idler

Juristische Kuriositäten. Ein Spaziergang durch den Paragrafendschungel, NJW 62 (2009), S. 727–732

Fachdidaktik: Juristische Ausbildung (Auswahl)

Empirische Erkenntnisse in juristischen Ausbildungsarbeiten. Prüfungsschema, Zitier- und Arbeitshilfen für das Jurastudium und danach, JURA 39 (2017), S. 759–769

Gedächtniskunst in der Rechtsdidaktik. Zum Wert von Eselsbrücken für Studium, Referendariat und Rechtspraxis, ZDRW 3 (2016), S. 116–135

Student Participation in Legal Education in Germany and Europe, GLJ 10 (2009), S. 1095–1112, gemeinsam mit Lisa Rieder