Hanjo Hamann / Fachtexte

7 … Empirische Erkenntnisse in juristischen Ausbildungsarbeiten. Prüfungsschema, Zitier- und Arbeitshilfen für das Jurastudium und danach, JURA 39 (2017), S. 759–769

Von jungen Jurist(inn)en wird zunehmend Aufgeschlossenheit für empirische Forschung erwartet. Schon eines der traditionsreichsten juristischen Lehrbücher – die Digesten Iustinians – war der Ansicht, „dass zur Rechtskenntnis nicht nur das Wissen um die Rechtsnormen (iusti atque iniusti scientia), sondern auch die Einsicht in die menschliche Wirklichkeit gehört (humanarum rerum notitia).“ Bis heute fehlt es jedoch an Handreichungen, wie sich solche empirischen Einsichten in juristische Studien- und Qualifikationsarbeiten integrieren lassen. Der vorliegende Aufsatz schafft Abhilfe und entwickelt ein Prüfungsschema für die „Rezeption“ empirischer Erkenntnisse in juristischen Ausbildungsarbeiten.

6 … Per Anhalter durch die Urteilsformalien. Ein vergleichendes Muster für Referendare, JA 48 (2016), S. 450–453

Eine der wichtigsten Fähigkeiten, die angehenden Assessoren im zweiten Staatsexamen abverlangt wird, ist die sichere Beherrschung formaler Gestaltungsvorgaben. Der richtige formale Aufbau der praktischen Prüfungsleistungen bringt zwar kaum Punkte, dafür kostet der falsche umso mehr. Denn bei Licht betrachtet sind die Formalien größtenteils harmlos: Ihre Beherrschung verlangt kein intellektuelles Hexenwerk, sondern „nur“ Fleiß und Übung. Es empfiehlt sich deshalb, den Lernaufwand zu verringern, indem die erdrückende Vielfalt von Formalien auf gewisse allgemeine Standardmuster zurückgeführt wird. Das versucht die vorliegende Arbeitshilfe.

5 … Referendarsstation im juristischen Wissenschaftsverlag Mohr Siebeck, JuS 56 (2015), Nr. 3, S. 32–34

Finanzinvestoren nennen sie gern „“Hidden Champions“, die kleinen Familienbetriebe im Ländle, die mit traditionsreichen Geschäftsmodellen und schwäbischem Qualitätsbewusstsein beachtliches internationales Renommee und nicht selten die Weltmarktführerschaft erringen und sich trotzdem – nein: deshalb – nicht zum Börsengang hinreißen lassen, sondern in Familienhand bleiben. Dabei müssen „Hidden“ Champions keineswegs im Verborgenen werkeln: Nördlich der Schwäbischen Alb etwa prägt einer sein Löwensignet samt Gründungsjahr 1801 auf Abertausende von Druckwerken – um gerade von sich reden zu machen: Der Verlag Mohr Siebeck GmbH & Co. KG. Hervorgegangen aus zwei südwestdeutschen Verlagsbuchhandlungen, gehört er heute den namensgebenden Siebecks in vierter und fünfter Generation und beschäftigt etwa 40 Mitarbeiter. Sitz des Unternehmens ist ein korallenrotes Palazzo mit dem in die Fassade gemeißelten Wahlspruch Artibus Ingenuis („Den edlen Künsten“), schräg gegenüber vom Hauptgebäude der Universität von 1477 mit dem ungleich kühneren Motto ihres Gründers Attempto („Ich wage es“). Dort sitzen sowohl die Zulieferer als auch die Endkunden des Verlags, denn für Juristen sind dessen gelb eingeschlagene Monografien, seine zig Lehrbücher und bald sieben Großkommentare ebenso unverzichtbar wie die Entscheidungssammlung BVerfGE und die Zeitschriften AcP, AöR, JZ und RabelsZ, die dort neben 15 weiteren erscheinen. Grund genug für eine Referendarsstage im Vorhof der Rechtswissenschaft.

4 … 中西文化交流向何处去?一则模仿《论语》的现代对话, FFSX 2013, Nr. 1, S. 7

Quo vadis, deutsch-chinesischer Kulturaustausch? Eine moderne Version der "Analekten"

3 … Das Geheimnis der Gedächtniskunst (II), JJ 1 (2010), Nr. 2, S. 26–28

Obwohl in Jura unzählige Prüfungsreihenfolgen, Definitionen und Strukturen zu pauken sind, ist die Zahl der Eselsbrücken gering. Der Autor stellt im zweiten Teil des Beitrags weitere Hilfen vor und erläutert die Technik, wie man selbst Eselsbrücken baut.

2 … Das Geheimnis der Gedächtniskunst, JJ 1 (2010), Nr. 1, S. 12–14

Es ist wie verhext: Manche Dinge wollen einfach nicht hängen bleiben. Dann hilft nur eine „Eselsbrücke“: ein Bild, eine Buchstaben- oder Zahlenkombination. Der Autor erläutert die Technik, wie man Brücken baut. Eine Anleitung.

1 … Übungsfall: A Life 4 Sale, ZJS 2 (2009), S. 267–273

Der Übungsfall richtet sich an Studierende fortgeschrittener Semester und spinnt eine wahre, wenn auch bizarre, Begebenheit aus der Tagespresse weiter. Die erste Frage betrifft rechtliche Probleme der Internetauktion, die Formerfordernisse des § 311b BGB sowie das Mangelgewährleistungsrecht bei Kauf einer Sachgesamtheit. Die zweite Frage thematisiert das Institut der Vertragsübernahme.